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I. »Unser König, der Pharao, trägt seinen Beamten auf, die Bestellung des Ackerlandes durch die Bauern zu überwachen. Sie sorgen dafür, dass Lagerräume für die Ernte gebaut werden und dass Kanäle gegraben werden, die die abgelegenen Felder bewässern.« Rahotep, Son eines ägyptischen Gesandten, ca. 1000 v. Chr. »Von ihrem Elend bedrückt und mit Schlägen – meist ohne Grund – misshandelt, hielten es die Sklaven zuletzt nicht mehr aus; sie taten sich bei passenden Gelegenheiten zusammen und besprachen sich wegen eines Aufstandes,...« Diodor, Der grosse Sklavenaufstand in Sizilien (136-132 v. Chr.), 1. Jh. v. Chr. »In der gleichen Winterszeit schwoll das Wasser bei der Schneeschmelze plötzlich zur Überschwemmung an, vor allem an den Ufern des Rheins. In den gewaltigen Wasserfluten kamen viele Menschen mit zahllosen Gebäuden und Erntevorräten um.« Xantener Annalen 873. II. »Wenn ich nicht durch Zeugnisse aus der Heiligen Schrift und klare Vernunftsgründe überzeugt werde […], so bin ich an mein Gewissen und das Wort Gottes gebunden. Ich kann und will daher nichts widerrufen.« Martin Luther, 1521. »Sie treiben mit den Teufeln, die sich als Männer oder Weiber mit ihnen vermischen, Unzucht und töten mit ihren Bezauberungen, Liedern und Beschwörungen und anderen abscheulichen Zauber- und Hexenkünsten, mit Freveln und Verbrechen die Geburten der Weiber und die Jungen der Tiere, sie verderben die Früchte der Erden, die Weintrauben und die Baumfrüchte….« Papst Innozenz VIII., Hexenbulle 1484. III. »Der Herrscher ist der erste Diener des Staates.« Friedrich II., Politisches Testament 1752. »We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness.« Thomas Jefferson, 1776. »Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.« Immanuel Kant, Was ist Aufklärung? Königsberg, 1784. »Die Frau ist frei geboren und bleibt dem Manne gleich in allen Rechten. […] Die Frau hat das Recht, das Schafott zu besteigen. sie muss gleichermassen das Recht haben, die Tribüne zu besteigen.« Olympe de Gouges, Die Rechte der Frau und Bürgerin, Paris 1791. »Die Freiheit ist nicht Anteil eines Volkes; sie gehört der ganzen Menschheit.« Proklamation des Polnischen Nationalkomitees, Paris 1832. IV. »Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen.« Karl Marx und Friedrich Engels, Das kommunistische Manifest, 1848. »Die Hausmutter, die um 6 Uhr in der Spinnerei sein muss, vielleicht ½ Stunde vor Hause entfernt, ist genötigt, um 4 Uhr aufzustehen, um auch nur das allernotwendigste zu besorgen. Sie arbeitet bis abends 7 Uhr, dann warten ihrer auf neue häusliche Geschäfte und sie wird kaum dazu kommen, um 9 Uhr Feierabend zu machen.« Fridolin Schuler, Glarus 1870. V. »J’accuse…! Herr Präsident, […] Aber welch eine Befleckung Ihres Namens – ich hätte fast gesagt Ihrer Regierungszeit – ist diese abscheuliche Affäre Dreyfus! […] Es ist meine Pflicht zu sprechen, ich will nicht Komplize sein. Meine Nächte würden gestört sein von dem Geist des Unschuldigen, der dort unter den furchtbarsten Qualen für ein Verbrechen büsst, dass er nicht begangen hat.« . Emile Zola, Januar 1898. »I contend that we are the first race in the world, and that the more of the world we inhabit the better is for the human race.« Cecil Rhodes, 1902. »Wenn man auf die Phase der indischen Geschichte zurückblickt, scheint es fast, als ob die Briten die Herrschaft über Indien durch eine Abfolge glückhafter Umstände und unerwarteter Glücksfälle an sich gebracht hätten.« Jawaharlat Nehru, New Delhi 1946. VI. »Mein Name ist Willi Kessler. Ich bin 1925 in Berlin als Sohn jüdischer Eltern geboren und wurde 1943, im Januar, mit meinen Eltern und drei Geschwistern in das Konzentrationslager Auschwitz verfrachtet. Mein Leidensweg begann in Auschwitz auf der Rampe …« Willi Kessler, zum 40. Jahrestag des Aufstandes im Warschauer Ghetto. »Wie viele Flüchtlinge, die während des Krieges versucht haben, in unserem Land Aufnahme zu finden, an der Grenze zurückgewiesen worden sind, lässt sich nicht genau feststellen, da eine vollständige Erfassung des Zustroms in gewissen Zeiten unmöglich war.« Prof. Carl Ludwig, Offizieller Bericht über das schweizerische Flüchtlingswesen während des 2. Weltkrieges, 1957. »Als die Studenten den Platz verlassen wollten, um 4.40 Uhr, wurden rote Signalraketen in den Himmel geschossen. Daraufhin gingen alle Lichter auf dem Platz wieder an. Ich sah, dass vor dem Platz viele Soldaten standen. […] Sie schlugen uns mit aller Kraft und trieben uns nach zwei Seiten auseinander.« Augenzeuge, Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking, 4. Juli 1989. »Wir sind das Volk!« Leipzig und Berlin, November 1989. |



