| Die lange Geschichte der KZB |
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Die Geschichte der Kantonsschule Zürich Birch reicht zurück bis ins 19. Jahrhundert, zurück zu den Anfängen der Töchterschule der Stadt Zürich. Die Anfänge
Die Diversifizierung der Urtöchterschule
Von der „Fraueli“ zur DiplommittelschuleIn den Fünfziger- und Sechzigerjahren wurde auch für Mädchen eine längere Ausbildung zur Normalität. Aber im Gegensatz zur männlichen Jugend zogen viele den schulischen Weg einer Lehre vor, blieb doch das Spektrum an Lehrgängen für junge Frauen sehr eng. Das Grossmünsterschulhaus platzte aus allen Nähten, ein Neubau war unumgänglich. Mit dem Umzug ins Schulhaus „Riesbach“ im Zürcher Seefeld nahm 1972 die alte „Fraueli“ den Namen „Diplommittelschule“ an. Da sich das an diesen Typus anschliessende Berufsspektrum für Frauen in den Jahren der Hochkonjunktur ausgeweitet und diversifiziert hatte, wurde mit der Diplommittelschule ein neues Wahl- und Freifächersystem eingeführt. Dennoch sollte die Ausrichtung auf das Kindergarten- und Hortseminar sowie auf Berufe im Gesundheitsbereich lange dominieren.
Die männliche Jugend hält Einzug ins „Riesbach“Als 1976 mit der Kantonalisierung der städtischen Töchterschule auch im Riesbach die Koedukation Einzug hielt, dauerte es trotzdem lange, bis sich mehr als nur alle paar Jahre mal ein einzelner Schüler für diesen Schultypus entschied. Erst mit der Eröffnung des neusprachlichen Gymnasiums nahm langsam auch die Zahl der Schüler zu, und zwar nicht nur im Gymnasium, sondern bald auch in den Diplomklassen. Die Attraktivität des Gymnasiums konnte mit der Eröffnung einer bilingualen Klasse gestärkt werden. Dabei erwies sich das „Riesbach“ mit der Einrichtung dieses Typus’ als eigentliche Pionierin. Dieser Typus entsprach in den 1990er Jahren der zunehmenden Globalisierung der Wirtschaft und der damit einhergehenden Verbreitung des Englischen als Unternehmenssprache. Schwierige ÜbergängeDurch die Raumplanung für die Pädagogische Hochschule erfuhr die Schule eine akute Gefährdung. Die Bildungsdirektion beschloss der neuen PHZH die Räumlichkeiten der kantonalen Erwachsenenbildungsschulen, KME und EB Wolfbach, zur Verfügung zu stellen und diese im Gegenzug in Riesbach zum Bildungszentrum für Erwachsene, BiZE, zusammenzulegen. Die Kantonsschule Riesbach sollte, nachdem das Kindergartenseminar in die PHZH integriert wurde, aufgelöst werden. Dank dem auf die Strasse getragenen Protest der Schülerinnen und Schüler von Riesbach und weiterer Mittelschulen kam die geplante Aufhebung politisch zur Sprache und konnte schliesslich verhindert werden. Der Kantonsrat beschloss im Februar 2002 die integrale Verlegung der Kantonsschule Riesbach nach Oerlikon.
Das musische ProfilIn Oerlikon kam die Kantonsschule Zürich Birch in direkte Nachbarschaft mit der Kantonsschule Oerlikon, mit der sie nun die Mediothek und die Mensa teilt. Auch hier sollte sich das bilinguale Profil bewähren und die Schwierigkeiten des Übergangs abfedern, da die Kantonsschule Oerlikon bereits ein neusprachliches Gymnasium führte. Das als Alternative an der KZB eröffnete musische Profil hat sich nun konsolidieren können und die Aufnahmen ins Gymnasium 2008 zeigen nach oben. Der eigentliche Sprung in die Zukunft gelang aber mit der Diplommittelschule, die allen Unkenrufen zum Trotz auch in Oerlikon rasch an Schülerinnen und Schülern zunahm. Die FMSTrotz dieses Erfolgs waren die Tage der Diplommittelschule gezählt, denn auf schweizerischer Ebene war die Umwandlung der Diplommittelschulen in Fachmittelschulen beschlossene Sache und der Kanton Zürich zog als einer der letzten Kantone nach. So hat die ehemalige Urtöchterschule mit dieser Umwandlung wohl die tiefgreifendste Veränderung erfahren, die aber – wie vor mehr als 130 Jahren die „Fraueli“ – eine Antwort gibt auf die wandelnden Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler an eine den modernen Zeiten entsprechende Bildung und Ausbildung, die der Vielfalt der neuen Berufe für Frauen und Männer Rechnung trägt. |





