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Eine Lektion in Statistik PDF Drucken
Von 11.00 bis 11.30 Uhr findet die letzte Unterrichtssequenz der Schüler der Klasse F2f statt. Anouk, Anna, Nina und Sian bringen uns das Thema „Statistik“ näher. Erst am letzten Freitag hatten sie dieses Kapitel in einer Prüfung abgeschlossen.
Nur zögerlich nehmen die Erwachsenen an der Einführungsdiskussion teil. Wo es bei den Eltern fehlt, übernehmen die Jugendlichen gekonnt die Initiative und liefern souverän Antworten auf die Frage, wo denn im alltäglichen Leben Statistiken zu finden seien.
Am häufigsten sind diese nämlich in Zeitungen im Wirtschaftsteil oder bei Umfragen anzutreffen.

Als Nächstes erläutern die „Lehrer“ den Unterschied zwischen relativen und absoluten Häufigkeiten. Das frisch Gelernte wird auch gleich mit einigen spritzigen Übungsbeispielen gefestigt: „ Prozente der deutschen Männer, die täglich Ihre Unterwäsche wechseln?“
Da kommt prompt die Frage eines Zuschauers, wie es bei den Frauen stünde. Nur am Rande: Es waren erheblich mehr als bei den Männern. Langsam kommen die Eltern aus sich heraus und beantworten jede der gestellten Frage korrekt. Nicht ausser Acht zu zulassen ist die Hilfe der engagierten Mitschüler.

Mit den nächsten Folien auf dem Hellraumprojektor wird anschaulich dargestellt, dass wir beinahe jeden Tag verfälschten Statistiken auf den Leim gehen. Dann folgt das, worauf alle neugierig waren: Wie kann man selbst eine Statistiken verfälschen? Sian zeigt uns mit dem Computerprogramm Excel über den Beamer einige Tricks, wie man das Endergebnis zu seinen Gunsten verändern kann. Dazu gehören das simple Auseinanderziehen, respektive das Zusammenschieben der Darstellung oder die Höhersetzung der Skalierung.
Zum Ende erschliessen wir die Zusammensetzung von Milch, die, wie sich herausstellt, zu 88% aus Wasser besteht.

Mit viel Applaus und zufriedenen Mienen geht eine mal etwas andere Mathematiklektion zu Ende. Das Hauptsächliche, das man über Statistiken wissen muss, ist der berühmte Satz: „Ich glaube nur Statistiken, die ich selbst gefälscht habe.“


Vanessa Fässler, F2f